Vom Freizeit- zum Alltagsradler

Wie ich hier bereits schrieb, bin ich am liebsten mit dem Mountainbike unterwegs, also eher Freizeitradler. Ich fahre recht ungern im Straßen-/Stadtverkehr, und irgendein xy-Flussradweg ist mir zu langweilig und i.R. auch zu voll. Die Ruhe/Erholung spielt für mich ebenfalls eine wichtige Rolle, auch wenn man sich körperlich durchaus verausgabt. Abseits geteerter Wege hat die Natur dann doch mehr zu bieten, und fahrtechnisch macht es wesentlich mehr Spaß. Auch wenn viele Radwege in der Stadt so ihre Tücken haben.

Aber wie das mit Hobbies und der Zeit dafür ist, sie ist recht begrenzt. Als reiner Freizeitfahrer bin ich im Jahr maximal um die 2.000 km gefahren, wenn ich im Urlaub viel gefahren bin, war auch mal etwas mehr drin. Ein weiteres Problem ist die Großstadt, mal eben das MTB raus holen, und kurz eine Stunde fahren lohnt nicht. Die brauche ich hier in Köln schon für An- und Abfahrt (je ca. 30 min), um zumindest halbwegs MTB-taugliche Gefilde zu erreichen. Nun will man aber zum einen gerne mehr Zeit auf dem Rad verbringen, zum anderen die Kilometerleistung aus dem Vorjahr überbieten. Also müssen weitere Gelegenheiten zum Fahren her, für ein Transportmittel gibt es da genug Möglichkeiten.

Angefangen hat es mit dem Einkaufen, 2-3 mal die Woche je 4,5 km war aber auch nicht so dolle, dazu viel Verkehr, Ampeln… ich sagte ja schon, dass ich im Stadtverkehr recht ungern fahre. Also habe ich die Strecke angepasst, eine kleine Schleife eingebaut, auf wenige Ampeln und nicht so stark frequentierte Straßen geachtet. So wurde die einfache Strecke zum Einkaufen 10-12 km lang, hin und zurück, sofern das Wetter es zulässt, somit 20-24 km. Das habe ich mir mindestens 1-mal die Woche vorgenommen, und gemacht, wenn nicht gerade Schnee und Eis lag. Das macht zwar nicht so viel Spaß wie das Mountainbiken, aber die Stunde Bewegung tut allemal gut. Im letzten Jahr bin ich so allerdings auch nur auf gut 2.400 km gekommen, allerdings war gar kein Radurlaub drin, nicht mal ein verlängertes Wochenende. Das will ich dieses Jahr wieder ändern.
Der nächste Schritt zum Alltagsfahrer hängt mit meinem Jobwechsel zusammen. Die kürzeste Strecke dürfte so ca. 4 km sein, die für mich am besten fahrbare ist mindestens 5 km. Je nach Lust und Wetter können es auch mehr werden. Also fahre ich nun auch mit dem Rad zur Arbeit. Bei meinem vorherigen Arbeitgeber hätte ich entweder durch ganz Köln gemusst, oder komplett außen rum, für beides konnte ich mich nicht wirklich begeistern, zumal trotz der recht großen Distanz die ÖPNV-Verbindung sehr gut war. Jetzt ist es eher umgekehrt, und ich bin mit dem Fahrrad schneller als mit dem ÖPNV, das Auto kommt auch nicht in Frage, da ich mitten in der Stadt arbeite. Mit dem Wetter habe ich keine Probleme, bei 5 km ist Regen kein Thema, und richtig Schnee hatte es in Köln schon länger nicht mehr.

So verbringe ich einen Großteil meiner Zeit auf dem Fahrrad nicht mit dem MTB im Gelände, sondern in der Stadt, und nutze es als Transportmittel. Ich beneide diejenigen, die beides kombinieren können, auf dem Weg von der Arbeit nach Hause ein paar Trails mitnehmen…. Eine schöne Vorstellung.

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