Grenzsteintrophy 2015 Tag 2

Geschlafen habe ich nicht so gut, mir fehlten einfach ein paar Stunden, um runter zu kommen, kurz nach so einer körperlichen Anstrengung schlafen geht bei mir nicht so einfach. Ich werde recht früh wach, und es ist wie vom Wetterbericht angekündigt am Regnen. Gut dass wir ein Dach über dem Kopf hatten. Das Frühstück bei unseren Gastgebern ist sehr lecker, aufgrund des Wetters wird uns sogar angeboten noch zu bleiben, aber wir wollen weiter. Anfangs haben wir noch die Hoffnung, dass es vielleicht nur ein paar Schauer werden, aber es regnet sich ein, nach ein paar Mal Regenklamotten an, aus, bleiben sie an.

Grabstein von Fritz Zapf

Auch das ist die GST: Immer wieder passiert man Grabsteine, Gedenksteine und -tafeln, die an die Opfer des Grenzregimes erinnern.

Die Motivation hält sich bei dem Wetter in Grenzen, gut, dass Wolfgang dabei ist, zu zweit fährt es sich bei so Wetter doch besser. Als wir einen kleinen Ort durchfahren haben wir Glück, ich erblicke zwischen 2 Häusern hindurch einen Metzgerwagen, dort versorgen wir uns mit ein paar belegten Broten und etwas Wurst.
Nach Pausen wird es richtig kalt, das hält wegen des ständigen auf und ab zum Glück nicht lange an, und dank der immer wiederkehrenden Schiebepassagen werden die Füße auch wieder warm. Mittlerweile bin ich komplett nass, auch der Rucksack und die Rahmentasche halten den Wassermassen nicht wirklich stand.

Unterwegs überholen wir Katja, die einzige Frau unter den Teilnehmern, wir unterhalten uns kurz, wer ist wie weit gefahren, hat wo übernachtet usw. Heute gibt es die ersten Teilstücke, die richtig zugewachsen sind, da wir nicht wirklich vorne fahren, können wir i.R. den Spuren folgen. Am Nachmittag umfahren wir mal eine Stelle, als Rock ‘n‘ Roller verstößt man ja gerne gegen Regeln (oder den GST-Kodex), so können wir einen Ort durchfahren, in dem es laut POIs ein Hotel geben soll. Das hat seine besten Zeiten aber hinter sich und war dicht. Wir fahren weiter, kämpfen uns durch etwas Gestrüpp Richtung Neustadt bei Coburg. Mittlerweile regnet es wieder in Strömen, uns begegnet ein Auto (Förster o.ä.), der Fahrer steigt trotz Regen aus, „ah zwei Grenzwanderer“. Wir unterhalten uns kurz, kriegen ein paar Hinweise, wie der Kolonnenweg weiter verläuft und in welchem Zustand er ist. Es kommt aber bald eine Straße, auf der wir Richtung Neustadt abbiegen. Vorher fährt Katja wieder zu uns auf, und wir rollen zusammen in Neustadt ein, wo wir direkt am Markt ein Hotel finden. Die Fahrräder können leider nur auf einem etwas entfernten Parkplatz abgestellt werden. Beim Entladen kommt natürlich tatsächlich die Sonne raus, etwas später regnet es nochmal kurz, aber passend für alle, die diese Nacht draußen verbringen, gibt es immerhin am Abend vernünftiges Wetter.

Wo ist der Weg?

Wo ist der Weg?

Das Hotelzimmer wird zum Trockenraum umfunktioniert, die Heizung im Bad voll aufgedreht, nicht wirklich angenehm, aber es erfüllt seinen Zweck. Ich kaufe noch kurz für morgen ein, danach geht es zusammen mit Wolfgang in ein Brauhaus zum Abendessen. Das Essen ist gut, die Portionen groß und das Bier lecker. Was will man nach so einem Tag mehr?

Was mir hier zum ersten Mal auffällt, hier läuten alle 15 Minuten die Kirchenglocken, 1 mal um xx:15, 2 mal um xx:30, 3 mal um xx:45 Uhr und zur vollen Stunde die Uhrzeit, selbst die ganze Nacht durch. In Deutschland soll sich nochmal jemand durch den Gebetsruf einer Moschee gestört fühlen…

Weitere Fotos gibt es bei Flickr.

Tagesbilanz: Gesamtzeit 6:53, Fahrzeit 5:29, Distanz 61,3 km, Anstieg 1132 hm, Gesamtschnitt 8,9 km/h, Schnitt in Fahrt 11,2 km/h

Strecke

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Höhenprofil

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