Grenzsteintrophy 2015 Tag 3

Auch diesmal habe ich eine eher unruhige Nacht, die Kirchenglocken und die saunaähnlichen Verhältnisse im Zimmer dürften dazu beigetragen haben. Nach einem ausgiebigen Frühstück werden die Räder bepackt, und es geht bei zum Glück trockenen Wetter weiter. In bester Rock ‘n‘ Roller Manier haben wir uns den Bogen um Neustadt gespart, und zum Start des Tages erneut gegen den Kodex verstoßen… Nach etwas Einrollen beginnt der Tag mit einem ordentlichen Anstieg zur Lauterburg, bzw. was davon übrig ist. Anfangs sind die Beine noch recht schwer, aber nach dem ersten Anstieg und etwas schieben fährt es sich wieder relativ gut. Die Abfahrt von der Lauterburg ist relativ traillastig, mit Gepäck und total verschlammt durchaus anspruchsvoll. Ansonsten schleicht sich auf der Lochplatte so etwas wie Alltag ein, falls man davon sprechen kann. Am unangenehmsten finde ich eigentlich die flachen Stücke, ich kann kein richtiges Tempo machen, immer wieder nehme ich eine Ladung Löcher mit. Ein weiteres Problem, es geht immer wieder über recht zugewachsene Abschnitte, wegen des hohen Grases sind die Schuhe schnell wieder nass. Also wieder in die wasserdichten Sealskinz rein, in denen es leider recht warm wird.

Der Weg vorne ist schon so steil, dass man durchaus schieben kann/muss, aber hinten wird es noch etwas steiler...

Der Weg vorne ist schon so steil, dass man durchaus schieben kann/muss, aber hinten wird es noch etwas steiler…

Der Grenzverlauf bzw. der Kolonnenweg der diesem folgt zaubert einem immer wieder ein Grinsen ins Gesicht, verbunden mit einem Kopfschütteln. Unglaublich steile Anstiege/Abfahrten und ein paar Achterbahn-Sequenzen: Man steht auf einem Hügel vor einer Abfahrt, unten in der Senke geht es sofort wieder hoch, und im Hintergrund sieht man, wie sich selbiges 2-3 Mal wiederholt.

Achterbahn auf dem Kolonnenweg

Achterbahn auf dem Kolonnenweg

Mittagspause gibt es an einem Autohof, Schnitzel, essen kann man bei der Tour vollkommen bedenkenlos einfach alles. Später am Nachmittag überholen wir Katja, die Probleme mit dem Hinterrad hat. Am frühen Abend biegen wir vom Track ab, und begeben uns auf die Suche nach einem Schlafplatz. Für den nächsten Tag ist wieder etwas Regen angesagt, so dass wir ein Dach über dem Kopf bevorzugen. Im ersten Ort haben wir kein Glück, nichts mehr frei, einen Ort weiter in Einöd soll es weitere Möglichkeiten geben. Dort angekommen landen wir in der Country Scheune, ein Reiterhof inkl. Hotel/Ferienwohnung die speziell Wanderreiter willkommen heißen. Wir übernachten in einem Doppelzimmer mit Bad auf der Etage, die anderen Zimmer und das Matratzenlager werden nicht genutzt, so dass wir alleine sind. Beim leckeren Abendessen und ein paar Bierchen überlegen wir kurz, ob wir unseren Fahrrädern heute eine der Pferdeunterstellmöglichkeiten (Koppel, Paddock, Einzelbox) gönnen sollen, aber wir lassen sie dann doch neben dem Haus stehen.

Wir lieben doch alle das Risiko.

Wir lieben doch alle das Risiko.

Weitere Fotos gibt es bei Flickr.

Tagesbilanz: Gesamtzeit 10:40, Fahrzeit 8:08, Distanz 90,5 km, Anstieg 1888 hm, Gesamtschnitt 8,5 km/h, Schnitt in Fahrt 11,1 km/h

Strecke

Strecke

Höhenprofil

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