Grenzsteintrophy 2015 Tag 4

So langsam macht sich bei mir die körperliche Anstrengung bemerkbar, die erste Nacht, in der ich trotz fremden Bett recht gut geschlafen habe. Nach dem Frühstück geht es morgens erstmal mit etwas Regen los, der aber bald nachlässt und im Tagesverlauf bessert sich das Wetter.

Morgens, in einer der unzähligen Abfahrten höre ich von hinten quietschende Scheibenbremsen, da Wolfgang vor mir fährt, muss es ein anderer Teilnehmer sein. Ich rechnete mit Katja, die wir die letzten Tage regelmäßig getroffen haben, es ist aber Björn, der den ersten Tag recht langsam angegangen ist, da er erst nach Mitternacht an der Kleintierschänke angekommen ist. Er hat am Vorabend Katja mit dem Hinterrad geholfen, sie will heute in einen Radladen, und die recht neuen Laufräder nachzentrieren lassen.

Pause an der Saalequelle

Pause an der Saalequelle

Auch heute bietet die Strecke einige Highlights, angenehm sind ein paar Abschnitte mit „Lochplatte“ ohne Loch. Ein Anstieg der gefühlt fast senkrecht hoch geht, obwohl man an den Vortagen schon immer dachte, steiler geht nicht mehr, es geht doch. Nachmittags führt der Track mitten über ein Feld, mindestens ein Fahrer hat diesen Weg genommen, das zeigt eine Spur hindurch. Wolfgang und ich sind uns aber einig, dass wir das nicht machen. Das Feld lässt sich dann auch recht leicht umfahren, einfach immer weiter am Rand entlang ist sogar ein Weg, ohne groß einen Umweg gemacht zu haben sind wir schnell wieder auf dem Track. Etwas später müssen wir über eine Kuhweide, der Kolonnenweg führt am Rand hindurch. Wir fahren vorsichtig an den Kühen vorbei, teilweise vom Weg runter über die Weide. Die Kühe bleiben recht ruhig, gucken etwas dumm, den Kälbern ist die Situation allerdings nicht ganz geheuer, sie rennen plötzlich weg. Glücklicherweise rennen sie uns dabei nicht über den Haufen. Im Nachhinein hätte das nicht unbedingt sein müssen, vielleicht wäre Schieben besser gewesen, um die Kälber nicht zu erschrecken. Zum Umfahren hätte man allerdings ein gutes Stück zurück gemusst.

Ab durch die Mitte

Ab durch die Mitte

Da heute Samstag ist, machen wir uns nachmittags langsam Gedanken, wo wir einkaufen können. Irgendwann biegt der Track von der Grenze ab in einen Ort (Trappstadt?), eine Runde durch den Ort hindurch und führt in einer kleinen Schleife wieder zur ehemaligen Grenze. Einkaufsmöglichkeiten gibt es leider keine, und auch ein Cafe und ein Restaurant haben geschlossen. Ich frage mich, was die Leute im Ort wohl denken, wenn innerhalb von 2-3 Tagen 40 bepackte Mountainbiker in den Ort rollen, eine Runde drehen und wieder verschwinden…

Da gehts hoch

Da geht’s hoch

Am späten Nachmittag kurz vor Mellrichstadt biegen wir vom Track ab, um in Mellrichstadt Einkaufen zu können. Gegen 18:00 Uhr stehen wir vor einem Edeka und füllen erstmal unser Proviant auf. Telefonisch klärt Wolfgang unsere Unterkunft, einen Ort weiter in Eussenhausen gibt es laut POIs eine Pension, in der auch noch ein Doppelzimmer frei ist. Abendessen gibt es in Mellrichstadt, Gyros beim Griechen, in Eussenhausen angekommen werden wir von einer älteren Dame freundlich begrüßt. „Ein Radler ist schon da.“ Es war natürlich ein GST-Fahrer, Björn von heute Morgen, dass mussten wir aber auch erstmal klären, in zivil, ohne Fahrrad erkennt man sich nicht direkt…

Weitere Fotos gibt es bei Flickr.

Tagesbilanz: Gesamtzeit 10:43, Fahrzeit 7:20, Distanz 82,2 km, Anstieg 1378 hm, Gesamtschnitt 7,7 km/h, Schnitt in Fahrt 11,2 km/h

Strecke

Strecke

Höhenprofil

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