Grenzsteintrophy 2015 Tag 7

Morgens das übliche Spiel, nach dem Einkaufen zurück auf den Track. Es geht ein Stück die A4 entlang, die Wartburg bei Eisenach ist in Sichtweite. Das Wetter erinnert heute eher an den April, bei Sonne geht es auf dem Kolonnenweg eine breite Schneise entlang, links und rechts Wiese, nach jeweils ca. 50-100 m kommt Wald. Keine 20 Minuten später strömender Regen, teilweise mit Hagel. Wolfgang kann sich noch rechtzeitig auf einen Hochsitz retten, ich bin einige 100 m hinter ihm. Da ich schon nass bin, fahre ich noch weiter, bis ich mein Fahrrad gut unterstellen kann, und besteige ebenfalls einen Hochsitz. Ich nutze die Pause zum Essen. Nachdem es aufgehört hat geht es weiter, ich stürze nochmal, in einer Abfahrt, die so steil ist, dass selbst der Kolonnenweg ein paar Kurven (Serpentinen kann man es nicht nennen, dazu ist der Weg immer noch zu steil) nimmt, rutscht mir auf nassem Moos das Vorderrad weg. Da ich recht langsam unterwegs bin, ist mir nichts passiert, dem Fargo auch nicht wirklich. Es geht Richtung Heldrastein, dieser liegt zwar nicht direkt am Track, aber die 400 m zusätzlichen Weg nehme ich trotz des schlechten Wetters auf mich. Die Aussicht hält sich entsprechend in Grenzen. Die Abfahrt wird bei strömendem Regen zu einem besonderen Vergnügen, der Trail ist total verschlammt, an einer Treppe mit rutschigen Holzstufen kann man noch nebenher vorbei fahren, bei der nächsten Treppe ist mir das dann aber auch zu heikel. Irgendwann bin ich unten angekommen und rolle die Werra entlang in einen Ort, dort wollte Wolfgang in einem Cafe warten. Das Cafe hatte zu, aber Wolfgang sitzt in der Nähe an einer Kreuzung, mittlerweile scheint wieder die Sonne.

Regenpause auf einem Hochsitz

Regenpause auf einem Hochsitz

Da ich etwas Probleme mit dem Hintern habe, trennen wir uns erstmal, ich fahre ein Stück im Tal den Radweg entlang, um in einen Rhythmus zu kommen, was auf dem Kolonnenweg bei ständigen auf und ab mit regelmäßigem Schieben bisher einfach nicht geklappt hat. Bei Wanfried fahre ich 2-3 km eine kleine Straße hoch zurück auf den Track. Oben angekommen begegnet mir Björn, der vom Track aus dem Wald kommt. In der nächsten Abfahrt ist er aber auch schon wieder weg, er verpasst den Abzweig von der Straße nach links zurück in den Wald. Nun läuft es bei mir wieder recht gut, das Stück Radweg im flachen hat gut getan. Bei einer Pause überholt mich Björn wieder, es gibt nochmal einen Regenschauer, aber der Tag endet wenigstens mit Sonne.

Schlechte Aussicht vom Heldrastein

Schlechte Aussicht vom Heldrastein

In der Nähe des Tracks sind ein paar Aussichtspunkte eingezeichnet, einen fahre ich an, ein sehr schöner Blick ins Tal, ein idealer Biwakplatz bei besserem Wetter… Gegen 18:00 Uhr ruft Wolfgang wie vereinbart an, er ist ca. 30 Minuten hinter mir, wir vereinbaren noch bis nach Bad Sooden-Allendorf zu fahren, kurz vorher in einem Ort ist eine Pension verzeichnet. Den Ort erreiche ich recht schnell, leider finde ist die Pension nicht am eingezeichneten Ort, ich drehe eine Runde, aber nichts. Doch dann finde ich sie, Ortsausgang, das Schild war von meiner Position nicht zu erkennen. Auf mein Klingeln reagiert leider niemand, ich gehe ums Haus und entdecke Schuhe, die mir verdächtig bekannt vorkommen. Die standen doch auch in Eussenhausen vor der Haustür, ich klingel nochmal, diesmal etwas länger. Es kommt jemand, noch ein Zimmer frei, perfekt. Während des Gesprächs mit der Gastgeberin kommt Björn die Treppe runter… Etwas später kommt Wolfgang, es gibt nochmal einen kleinen Regenschauer, aber das stört jetzt nicht mehr.

Bei dieser Aussicht lässt es sich bestimmt gut biwakieren

Bei dieser Aussicht lässt es sich bestimmt gut biwakieren

Zum Abendessen gibt es „nur“ eine Brotzeit, mit selbst gebackenem Brot, leckerer Wurst und Käse, wir drei nehmen eine doppelte Portion. Den Abend lassen wir bei hervorragendem Bio-Weißbier ausklingen, eine bessere Übernachtungsmöglichkeit hätte man nicht kriegen können.

Weitere Fotos gibt es bei Flickr.

Tagesbilanz: Gesamtzeit 9:47, Fahrzeit 7:01, Distanz 67 km, Anstieg 1824 hm, Gesamtschnitt 6,9 km/h, Schnitt in Fahrt 9,5 km/h
(ich hatte 5 km weniger als Wolfgang auf dem Tacho, Höhenmeter waren fast identisch)

Strecke

Strecke

Höhenprofil

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