Grenzsteintrophy 2015 Tag 8

Der Start in den Tag verläuft heute besonders gut gelaunt, leckeres Frühstück, wenn alles normal läuft erreichen wir den Harz, die vorletzte Etappe in den Mittelgebirgen, und das Wetter soll von heute an besser werden. Von letzterem merkt man morgens noch nicht allzu viel, aber es ist trocken. Wolfgang und ich rollen von Sickenberg nach Bad Sooden-Allendorf, Proviant auffrischen. Aufgrund der positiven Wettervorhersage für die nächsten Tage, spiele ich schon morgens mit dem Gedanken, heute draußen im Wald zu übernachten. Schließlich soll das Mitschleppen des ganzen Zeugs nicht umsonst gewesen sein, Wolfgang kann sich auch mit dem Plan anfreunden.

Blick übers Werratal

Blick übers Werratal

Zu Beginn der heutigen Etappe gibt es noch ein paar „Warzen“ wie Björn die steilen Anstiege inkl. sofort folgender Abfahrt nannte. Aber danach läuft es richtig gut, der erste Tag seit gefühlten Ewigkeiten, an dem wir vorankommen. Über 8 km pro Stunde (inkl. Pausen), die Tage davor folgte beim Blick aufs Navi meist ein Kopfschütteln: „Schon 5 Stunden unterwegs, und grad mal 30 km gefahren.“

ab durchs Gras

ab durchs Gras

In meinem Übermut bleibe ich in einer Abfahrt zu lange auf dem Kolonnenweg, einen kleinen Anstieg hoch, inkl. 10 m schieben. Ich steige wieder aufs Rad, und stelle plötzlich fest, dass ich nicht mehr auf dem Track bin. Ein Blick aufs Navi sagt mir, kein Problem, wo ich jetzt schon hier oben bin, einfach weiterfahren, auf die Straße, dort in den Ort rollen, und schon bin ich wieder auf dem Track. Wolfgang ein Stück hinter (er musste den Berg noch hoch), ist anderer Meinung. Aber egal, ich bin nicht der Typ der umdreht, aus der aktuellen Situation das Beste machen, wie im Leben sonst auch, also fahre ich weiter. Wolfgang ist somit erstmal hinter mir, ich bin für die nächsten Stunden allein. Schon wegen meinem ganzen rumfotografieren bin ich insgesamt sowieso langsamer als er, irgendwann fährt er schon wieder zu mir auf. Es dauert aber doch bis zum Nachmittag, dass alleine fahren ist allerdings nicht schlimm. Es hat zudem den Vorteil, dass weder Wolfgang auf mich, noch ich auf Wolfgang warten muss. Das Wetter wird besser, unser Plan draußen zu übernachten steht, gegen 17:30 kommen wir an einem kleinen Edeka vorbei, und kaufen entsprechend ein.

Langsam ist auch der Brocken in Sichtweite, nicht direkt der Gipfel, aber die Türme, die darauf stehen. Irgendwann fahren wir an einem Hof vorbei, biegen etwas später rechts in einen Weg. Vom Hof ruft irgendwer, irgendwas recht unverständliches. Jedenfalls können wir dort nicht herfahren, wir suchen uns einen anderen Weg.

Brockenblick

Brockenblick

Wir fahren noch bis ca. 21:00 Uhr, dann erreichen wir eine Hütte an einem kleinen, recht ausgetrockneten Weiher, daneben eine kleine Kuhweide. Die Hütte ist an einer Seite offen, es steht ein Boot drin, es gibt ein paar Gartenstühle, hier bleiben wir. Ein benutzter Einweggrill ist auch noch da… Wir gönnen uns das mitgebrachte Bier und unser Abendbrot, ich baue schnell mein Zelt auf, bevor es dunkel wird. Geschätzt so gegen 22:00 – 22:30 Uhr verkriechen wir uns in unsere Schlafsäcke.

Schlafplatz

Schlafplatz

Weitere Fotos gibt es bei Flickr.

Tagesbilanz: Gesamtzeit 11:47, Fahrzeit 9:34, Distanz 103 km, Anstieg 2551 hm, Gesamtschnitt 8,7 km/h, Schnitt in Fahrt 10,8 km/h

Strecke

Strecke

Höhenprofil

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