Rückblick: Mit dem Rad zur Arbeit

Die Fahrradsaison bzw. das Jahr neigt sich dem Ende zu, passender Zeitpunkt um auf das vergangene Jahr zurückzublicken. In diesem Fall genauer gesagt auf die letzten gut 10 Monate, seit dem ich mit dem Fahrrad zur Arbeit, und somit fast täglich, fahre.

Seit Mitte/Ende Februar fahre ich nun mit dem Fahrrad zur Arbeit, täglich, bis auf eine Ausnahme: Wenn ich mich richtig erinnere war es ein Tag im April, es gab eine Sturmwarnung und war entsprechend stürmisch. Da habe ich lieber darauf verzichtet, aber sonst ist das Wetter (bisher) kein Problem. Kalt ist es ja eh kaum gewesen und viel Regen gab es auch nicht. Davon abgesehen ist ungemütliches Wetter mit Regen auf kurzen Strecken, wo man 30 – 90 Minuten unterwegs ist gar kein Problem. Da zieht man zur Not die Regenklamotten an (kurze oder 3/4 -Regenhose, Windweste oder, wenn es zu kalt ist die Regenjacke) und gut ist. Mir macht das Ganze dann eigentlich erst richtig Spaß, mein Weg zur Arbeit ist ja doch recht unspektakulär. Auch die Tage an denen es mal kühler war, empfand ich als sehr angenehm, gerade morgens die kühle, frische Luft, nach ca. 10 Minuten hat man sich warm gefahren, und kommt schön warm und gut gelaunt im Büro an.

Die kürzeste Strecke (knapp 5 km) fahre ich mittlerweile eigentlich nur noch, wenn ich es eilig habe. Ich bevorzuge eine etwas längere Strecke, bei der ich erst einen kleinen Bogen mache, und dann den Rhein entlang. Morgens sind es etwa 9 km, zurück verlängere ich die Strecke noch, da sind es mindestens 11 km.

Der Autoverkehr hält sich zum Glück in Grenzen, bisher habe ich bis auf 1 – 2 Ausnahmen gar keine schlechten Erfahrungen mit Autos gemacht. Radfahrer fallen da schon eher negativ auf: im Dunkeln kein Licht, Geisterfahrer, bei Rot über die Ampel… Typen, die über den Radweg oder sogar einen gemeinsamen Rad- und Fußweg heizen, als wäre niemand anderes dort unterwegs. Und wer nicht sofort Platz macht wird noch ordentlich angemault. Grundsätzlich habe ich das Gefühl, wir Radfahrer sind nicht anders wie Autofahrer bzw. andere Verkehrsteilnehmer, egoistisch und zumindest teilweise aggressiv unterwegs. Da will ich mich auch gar nicht rausnehmen, auf andere Rücksicht zu nehmen fällt nicht immer so leicht. Aber wenn man es macht, ist man wesentlich entspannter unterwegs. Frust ablassen kann man dann, wenn die Situation es zulässt oder auf der Straße, einfach mal ordentlich in die Pedale treten.

Ich bin gespannt, wie das nächste Jahr wird. Wettertechnisch fand ich dieses Jahr eigentlich sehr gut, im Sommer nicht zu warm, wenig Regen, perfekt zum Fahrrad fahren. Wobei ich nicht weiß, ob es im Vergleich zu anderen Jahren so war, oder ob sich durch das tägliche fahren nur meine Wahrnehmung geändert hat. Jedenfalls denke ich jetzt immer, so schlecht ist das Wetter gar nicht, wie man sonst immer denkt. Der Winter ist natürlich enttäuschend, ich hoffe, es gibt im Januar und/oder Februar noch ein paar Tage Schnee. Und ein paar richtig kalte Tage mit viel Sonnenschein, vorzugsweise am Wochenende.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s